Ansicht aus Hagen in Westfalen, Hintergrund

Unsere Naturschutzgebiete

Die in den Flussauen, die im Massenkalk sowie die Naturschutzgebiete in den Bachtälern und Siepen. An diesen Stellen zeigen sich besonders schützenswerte Bereiche mit einer einmaligen Natur– und Pflanzenwelt.

In den Flussauen finden sich vielfach besondere Ufervegetationen, Feuchtwiesen, Stillgewässer und Auwaldreste, die Wasser- und Watvögeln ebenso als Lebensraum dienen wie Amphibien und Libellen. Im Massenkalk überwiegen Buchenwälder verschiedener Ausprägung, im Bereich der Steinbrüche stößt man auf Trocken- und Halbtrockenrasen als Lebensraum für Reptilien. Dagegen beheimaten die Bachtäler und Siepen des Schiefer- und Sandsteingebietes vielfach wertvolle Quellbereiche. Viele Bäche werden von Erlen und Eschen gesäumt, hangaufwärts schließen sich an die Feuchtwiesen Buchen- und Eichenwälder an. Im Wald und in den Offenbereichen leben zahlreiche Vogelarten, in den Nass- und Feuchtbereichen halten sich Frösche und andere Amphibien auf, in trockeneren Arealen zahlreiche Reptilien.

Naturschutzgebiete

Besonders schöne Beispiele für die Möglichkeit, in der Natur aufzutanken, liefern aus der beachtlichen Zahl von immerhin 24 Reservaten die Naturschutzgebiete „Kaisbergaue“ und „Alter Yachthafen“ im Hagener Norden, die durch einen Geopfad rund um den Kaisberg miteinander verbunden sind. Der Pfad führt, ausgehend vom Wasserschloss  Werdringen, hinein in die alten Klippen des Kaisbergs, vorbei an riesigen geologischen Falten, versteinerten Baumriesen und Kohleflözen, die zum Greifen nah sind. Auf moos- und farnbewachsenen Hohlwegen geht es tiefer hinab ins  Naturschutzgebiet zu den alten Kaisbergweihern, den letzten Relikten eines alten Flusslaufes. Im Auenbereich sind seltene Schilf- und Röhrichtflächen mit spezialisierten Pflanzen- und Tierarten wie Zweizahn, Igelkolben,  Teichrohrsänger, Smaragdlibelle und die Geburtshelferkröte angesiedelt. Der rund 5 Kilometer lange Rundweg ist  gesäumt von Informationstafeln zur Geologie, zum Naturschutz und zur Kulturgeschichte und führt auch am  Naturschutzgebiet „Yachthafen Harkortsee“ vorbei. Am verwilderten alten Hafenbecken ist eine Aussichtsplattform in Planung, um dort besonders schöne Vogelarten wie z.B. Eisvögel zu beobachten.

Ebenfalls zur Erhaltung von Natur und Landschaft trägt die Biostation Hagen bei. Im Haus Busch 2 im Lennetal ist der Sitz des Trägervereins der Biologischen Station UMWELTZENTRUM Hagen e.V., ein Zusammenschluss verschiedener Vereine des Naturschutzes, der Landwirtschaft sowie der Stadt.

Der Aufgabenbereich der biologischen Station ist breit gefächert und reicht von der Beratung und Unterstützung umweltrelevanter Gruppen über Ankauf, Pacht, Schutz und Entwicklung sowie Bewirtschaftung ökologisch oder geologisch wertvoller Flächen bis zu diversen Veranstaltungen, wie das Frühlingsfest mit Pflanzenbörse.

Außerdem besteht die Möglichkeit, in der biologischen Station einen freiwilligen ökologischen Dienst zu absolvieren. Die Tätigkeitsfelder variieren hier von täglichen Pflegeeinsätzen und Kartierungsarbeiten bis hin zu der Gestaltung von  Infotafeln, Flyern oder Postern.