Ansicht aus Hagen in Westfalen, Hintergrund

Ruhr-Lenne-Achter

Sauerland: Radrunde

Der knapp 70 km lange Ruhr-Lenne-Achter liegt auch auf der Grenze von Sauerland und Ruhrgebiet. Freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche Tour, bei der Sie die landschaftlichen Reize und Industriegeschichte des nördlichen Sauerlandes und des Ruhrgebietes erleben können. Genießen Sie einen Mix aus Natur und alter Industriegeschichte.

Fast der komplette Kurs verläuft steigungsarm auf Bahntrasse oder flussbegleitendend und kann in zwei kleine Rundkurse (s. auch Schmetterlingsroute) aufteilen werden. Dem Radler wird auf dem beschilderten Kurs einiges geboten: nette Innenstädte, Cafe`s und Restaurants laden zum Verweilen ein. Besuchen Sie z.B. die an der Route liegende Dechenhöhle, das Schmiedemuseum oder erleben Sie die beiden Flüsse hautnah auf einer Kanutour.

Wegbeschreibung der Radtour mit Einkehrmöglichkeit

Der Ruhr-Lenne-Achter kann von jedem Punkt der Route aus gestartet werden, da er als Rundkurs selbstverständlich wieder zum Ausgangspunkt zurückführt. Bahnstationen gibt es in Iserlohn, Menden, Fröndenberg, Holzwickede, Schwerte, Hohenlimburg, und Letmathe. Für Radler, die mit der Bahn anreisen, hat dies natürlich den Vorteil, dass man an vielen Punkten die Tour unterbrechen kann. Ein weiterer Tipp sei hier genannt. Der Ruhr-Lenne-Achter weist nur eine nennenswerte Steigung auf, und zwar von Letmathe hinauf nach Iserlohn. Wer also in Iserlohn mit der Bahn ankommt, den Ruhr-Lenne-Achter fährt und in Letmathe wieder in den Zug einsteigt, spart sich auch diesen Berg.

 

Startpunkt Iserlohn

Die Rundfahrt auf dem Ruhr-Lenne-Achter startet in Iserlohn am Bahnhof. Hier gibt es auch ein Parkhaus und andere Parkmöglichkeiten. Im Bahnhof findet sich eine Bäckerfiliale, so dass auch am Sonntag eine Versorgung gesichert ist. An Wochentagen gibt es natürlich an vielen Stellen, teilweise direkt an der Route, Geschäfte.

Vom Iserlohner Bahnhof aus fahren wir durch den Kreisverkehr und erreichen so direkt den Radweg, auf der ehemaligen Bahntrasse. Auf dieser Trasse fahren wir die ersten Kilometer sehr schön durch Wald und an Gärten vorbei Richtung Hemer.

Nach 3,2 Kilometer endet die Trasse leider an der Hansbergstraße. Wir wenden uns scharf nach links und erreichen nach 150 Meter die Westfalenstraße, die wir an der Ampelanlage überqueren. Hier treffen wir wieder ein, wenn wir nur die kleine Runde fahren und den Radweg durch das Baarbachtal als Rückweg wählen.

Wir fahren jetzt ein kurzes Stück weiter auf dem gemeinsamen Fuß- und Radweg die Westfalenstraße hinauf. Schon bald führt uns der Weg über das ehemalige militärische Übungsgelände Duloh, und nach 6 Kilometer ab Iserlohner Bahnhof erreichen wir Hemer.

Hier besteht die Möglichkeit, den Sauerlandpark (ehemaliges Gelände der Landesgartenschau) oder ein Areal mit Heckrindern und einer Wildpferdherde zu besuchen.

In Hemer an der Bahnhofsstraße treffen wir wieder auf die ehemalige Bahntrasse Iserlohn – Hemer - Menden, der wir auf herrlichem Asphalt bis Menden leicht abschüssig folgen. Menden erreichen wir nach insgesamt 12 Kilometer. Links haltend fahren wir teilweise an dem Flüsschen Hönne entlang. In Höhe des alten Bahnhofs Menden besteht die beste Möglichkeit, der Innenstadt Mendens einen Besuch abzustatten. Unser Weg führt aber weiter geradeaus an der Hönne entlang, überquert dann auf der großen Brücke der B 7 die Bahnlinie und unterquert dieselbe Brücke mit Hilfe eines spiralförmig geführten Weges.

Wir passieren den Bahnhof Bösperde über den Bahnsteig (Vorsicht) und fahren weiter Richtung Fröndenberg. Nach 17,5 Kilometern treffen wir an einer Rastanlage auf den Ruhrtalradweg, Wir fahren nicht nach rechts Richtung Fröndenberg, wo wir die Möglichkeit hätten, eine schöne Runde auf der 21 Kilometer langen Zabelroute zu fahren, sondern halten uns links auf den Ruhrtalradweg. Nach 22 Kilometer lädt eine weitere Rastanlage zur Pause ein.

Nach 23 Kilometer ab Iserlohn überqueren wir mit Hilfe der Brücke der B 233 / B 515 die Ruhr bei Langschede. Hier sehen wir die Ruhr auf dieser Runde das erste Mal, doch nun folgen wir ihr durch die wunderschönen Ruhrauen. Nach gut 28 Kilometer wird die Ruhr auf der Schoofsbrücke abermals überquert. Nach 30,7 Kilometer am Lettehof müssen wir nun die Entscheidung treffen, ob wir die verkürzte Route durch das Baarbachtal zurück nach Iserlohn nehmen, oder ob wir die komplette Runde fahren. Wer sich hier für die kleinere Runde entscheidet, folge bitte der unten stehenden Beschreibung „Die kleine Runde“(über den Radweg Baartal). Die anderen folgen der Beschreibung „Die große Runde“

Die große Runde

In dieser Beschreibung fahren wir die komplette Runde. Bei Kilometer 32 ab Iserlohn erreichen wir die Ruhrbrücke bei Geiseke, nach 38 Kilometer passieren wir die Wildwasserkanuanlage in Schwerte. Wir bleiben weiterhin auf dem wunderschönen Ruhrtalradweg, unterqueren die A45, durchqueren herrliche Wälder und fahren direkt auf Flußhöhe an der Ruhr entlang.

Nach 43 Kilometer ist der ursprüngliche Ruhrtalradweg derzeit wegen eines Erdrutsches leider gesperrt. Wir müssen für 4 Kilometer auf Straßen ausweichen, die aber gut mit Radstreifen versehen sind. Wir überqueren auf dieser Straße die Lenne, halten uns sofort rechts und treffen dann auf den Lenneradweg. Wenden wir uns an dieser Stelle nach links, können wir den Zusammenfluss von der Lenne in die Ruhr sehen.

Wir aber fahren den Lenneradweg aufwärts und erreichen bei ca. Kilometer 57 ab Iserlohn die Stadt Hohenlimburg. Weiter geht es die Lenne aufwärts bis Letmathe. Der alte Letmather Bahnhof ist wunderbar restauriert und lohnt absolut einen kurzen Halt. Ein kleines, von Menschen mit Behinderung betriebenes Café bietet preiswerte Imbisse an.

Von Letmathe folgen wir dem Lenneradweg bis zu den imposanten Felsen „Pater und Nonne“ wo wir auf die Untergrüner Straße einbiegen. Achtung, hier gibt es keinen Fahrradweg. Obwohl der Fußweg hier breit genug ist, darf ich nicht empfehlen, diesen zu benutzen, da das die Straßenverkehrsordnung nicht zulässt. Wer aber etwas ängstlich ist, und wem die Straße zu gefährlich ist, wird sich dies wohl überlegen.

Wir biegen in die Grüner Talstraße ein. Diese fahren wir bis zur ehemaligen Brauerei Iserlohn. Hier biegen wir links ein und erreichen auf einem Waldweg (Brandkopfweg) die Höhe von Iserlohn. Dies ist die einzige nennenswerte Steigung auf dem gesamten Ruhr-Lenne-Achter. Auf ruhigen Straßen (Grüner Weg, Alexanderstraße) erreichen wir nun nach 70 Kilometern den Bahnhof Iserlohn.

Die kleine Runde

(über den Radweg Baartalrad s. http://www.outdooractive.com/de/radfahren/sauerland/iserlohn-radweg-baartal/5069325/)

Wir verlassen den Ruhrtalradweg nach links, passieren einen Reiterhof und fahren den Letteweg ein kurzes Stück bergauf. Er mündet in die Hennener Straße, der wir nach links durch den Ort Hennen folgen. Vor einer Araltankstelle biegen wir in die ruhige Eichelberger Straße, der wir bis zum Ende der Bebauung folgen. Direkt hinter dem letzten Gartenzaun beginnt rechts ein Radweg. Diesem folgen wir in schönem Schwung durch die Wiesen, überqueren die Drüpplingser Straße und erreichen den Baarbachtalradweg. Ein kurzer steiler Berg ärgert uns. Diesen haben wir einem Naturschützer zu verdanken, der nicht wollte, dass der Wegverlauf am Bache entlangführt. Ärgerlich!

Ein kurzes Stück führt der Baarbachradweg über die ruhige Mühlenstraße, dann geht es wieder auf separatem, herrlichem Radweg durch Wiesen und Felder, immer am Bach entlang Richtung Iserlohn. Die historische Fabrikanlage Barendorf mit Nadelmuseum Künstlerwerkstätten und –wohnungen sowie einem schönen Café laden zu einer Pause ein. Dieser historische Gebäudekomplex mit den in der Landschaft verteilten Kunstwerken ist ein Highlight von Iserlohn, hier zu verweilen ein Muss!

Nach der angemessenen Pause geht es weiter über den Franzberg und Düingser Mühle bis zur Seilerseestrasse, der wir auf gutem Radweg nach links folgen. Den Seilersee lassen wir links liegen, überqueren die Mendener Straße auf einer Fußgängerbrücke und fahren die Schlesische Straße hinauf bis zur Westfalenstraße, die wir zur Hansbergstraße überqueren. Hier treffen wir wieder auf den Beginn unserer schönen Rundfahrt. Wir benutzen wieder die ehemalige Bahntrasse und erreichen nach ca. 45 Kilometer den Bahnhof Iserlohn.

Wegkennzeichen

 

 

Webseite: http://www.outdooractive.com/de/radfahren/sauerland/ruhr-lenne-achter/13277547/