Ansicht aus Hagen in Westfalen, Hintergrund

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Deutsche Bahn baut Lärmschutzwände in Hagen

Die Deutsche Bahn (DB) baut in Hagen sechs Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von rund 3.500 Metern. Sie entstehen im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“. Am Auftakt der Arbeiten in Hagen-Hohenlimburg nahmen auch Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der DB AG für das Land Nordrhein-Westfalen, und Erik O. Schulz, Oberbürgermeister der Stadt Hagen, teil.

OB Schulz (4.v.l.) nahm am Auftakt der Arbeiten in Hohenlimburg teil. Foto: DB AG/Armin Schürings

„Mit den neuen Schallschutzwänden wird es für die Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Eisenbahnstrecke deutlich leiser“, sagte Werner Lübberink. „Wir wollen mehr Verkehr auf die Schiene verlagern – das ist umweltfreundlich und entlastet die ohnehin schon überfüllten Straßen. Das geht aber nur, wenn wir die Menschen an den Strecken vor den Belastungen schützen.“

Oberbürgermeister Erik O. Schulz unterstrich die Bedeutung der Maßnahmen: „Das ist ein wichtiger Tag für die Menschen hier an der Bahnstrecke und für unsere Stadt. Es freut uns, dass Hagen vom Lärmsanierungsprogramm profitiert.“

Der Bund investiert insgesamt rund 7,2 Millionen Euro in die Lärmschutzmaßnahmen. Über die aktiven Maßnahmen mit drei Meter hohen hochabsorbierenden Schallschutzwänden hinaus werden an etwa 644 Wohneinheiten zudem passive Maßnahmen umgesetzt. Dies erfolgt zum Beispiel durch den Einbau schalldämmender Fenster und Lüfter. Hierfür stellt der Bund ebenfalls rund 200.000 Euro zur Verfügung.

Mehr als 1,3 Milliarden Euro in Lärmschutz investiert

Seit 1999 fördert der Bund bereits das Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“. Dadurch entstand die Möglichkeit, Lärmschutzmaßnahmen auch entlang bestehender Schienenwege umzusetzen. Seit dem Start des Programms haben Bund und Bahn schon mehr als 1,3 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von knapp 1.700 Kilometern Schienenstrecke und 58.400 Wohneinheiten investiert. Die Länge der seitdem errichteten Lärmschutzwände beträgt knapp 700 Kilometer.

Neben Lärmschutzwänden fördert der Bund außerdem den Einbau schalldichter Fenster und Lüfter an Gebäuden, die direkt an Bahnstrecken liegen. In Einzelfällen werden auch Dämmungen der Außenfassaden und Dächer teilfinanziert. Die Eigentümer werden an den passiven Lärmschutzmaßnahmen mit einem Viertel der Kosten beteiligt.

Die Deutsche Bahn treibt als Umwelt-Vorreiter den Klimaschutz, den Lärmschutz und den Arten- und Naturschutz voran. Bis 2030 wird die DB den spezifischen Ausstoß der Treibhausgase mehr als halbieren. Komplett CO2-frei will der DB-Konzern bis 2050 sein.

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