Ansicht aus Hagen in Westfalen, Hintergrund

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Internationaler Tourismus im Bauhausjahr 2019 - Hagener Impuls als Leuchtturm

Im nächsten Jahr feiert die international bedeutende Bauhaus-Schule ihr 100jähriges Jubiläum. Daher wird es in Hagen neben einer Vielzahl an Ausstellungen und Veranstaltungen auch Tourismus-Angebote und Stadtmarketing-Maßnahmen geben, um auf das kulturelle Erbe der Stadt aufmerksam zu machen:

Bild 2: (von links) zwei Schülerinnen des Christian-Rohlfs-Gymnasiums und drei Schülerinnen des Albrecht-Dürer-Gymnasiums.

Internationale Vermarktung - Messe Utrecht

Gleich zu Beginn des neuen Jahres 2019 ist die HAGENagentur nach vielen Jahren Pause nun wieder vom 9. bis zum 13. Januar auf dem ausländischen Markt bei der Tourismus Messe Vakantiebeurs in Utrecht vertreten. Der niederländische Markt ist für die Vermarktung des Themas „Bauhaus“ besonders wichtig. „Der Quellmarkt Holland boomt enorm“, so Kirsten Fischer, Leiterin des Tourismusmarketings der HAGENagentur, „sogar im zweistelligen Prozentbereich liegt hier die Steigerung für Gäste aus dem Nachbarland“. Daher soll in Utrecht mit Flyern, spannenden Informationen und Pauschalangeboten kräftig die Werbetrommel für das Bauhausjahr in Hagen gerührt werden.

Kooperation zwischen den Städten im Ruhrgebiet

Unter dem Motto „Hagener Impuls – Essener Aufbruch – Krefelder Perspektiven“ bilden die drei Städte im Bauhausjahr einen „Dreiklang im Westen“ als Gemeinschaftsprojekt von HAGENagentur, Essen Marketing GmbH und dem Stadtmarketing Krefeld. Die Städte sind durch ihre Kulturgeschichte zur Bauhauszeit eng miteinander verbunden und die jeweiligen Tourismuschefs haben beschlossen dieses wichtige Thema für die Region gemeinsam zu vermarkten. Dazu wurde ein gemeinsamer Flyer entwickelt, der bereits in deutscher Sprache vorliegt und ins Englische als auch ins Niederländische übersetzt wurde. „Nach langer Zeit haben wir es geschafft, mit entsprechenden Pauschalen und Besucherangeboten Gäste zu animieren, alle drei Städte zu besuchen“, so Kirsten Fischer. „Unser gemeinsames Marketing vernetzt die Angebote nicht nur in Paketen, sondern darüber hinaus macht auch der NRW Tourismus in seinen Medien (Printmedien, Homepage, Journalistenreisen) auf diese Kooperation aufmerksam“, freut sich Kirsten Fischer.

Innenmarketing, jüngere Zielgruppen, neue Medien

„Auch das Tourismusmarketing wird digital, und wenn wir jüngere Zielgruppen ansprechen wollen, ist es unser Ziel das Thema „Bauhaus“ erlebbar zu machen“, sagt Kirsten Fischer. Sicherlich ist das eine Herausforderung aber die Kooperation mit drei Hagener Schulen, dem Christian-Rohlfs-Gymnasium, dem Albrecht-Dürer-Gymnasium und dem Fichte Gymnasium, bringt viele neue Impulse und Ideen. Mit Hochdruck wird an verschiedenen Projekten gearbeitet – allesamt getreu dem Motto „Die Welt neu denken“.

Eine Kunstklasse des Christian-Rohlfs-Gymnasiums entwickelt beispielsweise gerade das Layout für den Bauhaus-Bus, den die HAGENagentur ab Beginn 2019 für zwölf Monate als Bus der Hagener Straßenbahn AG im Linienverkehr durch Hagen fahren lässt. „Die Schüler sind hochmotiviert und glücklich, weil sie gar nicht glauben können, dass ein realer Bus täglich das Ergebnis Ihrer Arbeiten präsentieren wird“, schmunzelt die Kunstlehrerin Anna Renfordt.

Eine andere Klasse des Christian-Rohlfs-Gymnasiums arbeitet zusammen mit dem Hagener Heimatpfleger Michael Eckhoff und dem ehemaligen Bademeister des Hasper Stadtbades an einem Podcast, der über einen QR-Code abrufbar sein wird. In dem Podcast sollen Bürgerstimmen zum Stadtbad als Beispiel für Hasper Bauhausarchitektur eingefangen werden. Dieser QR-Code wird ebenfalls auf dem Bus abgebildet, als auch auf der Seite hagen-online.de/bauhaus100.

Außerdem wird es in der Rathaus Galerie Hagen im nächsten Jahr eine Ausstellung geben, in der sich alle drei beteiligten Schulen mit künstlerischen Arbeiten präsentieren: Zwei Gruppen des Albrecht-Dürer-Gymnasiums werden dabei Zeichnungen zu den Themen „Geometrisierendes Bauen“ und „Übereckperspektive“ zeigen. „Im Verlaufe der Beschäftigung mit dem Thema „Hagen und das Bauhaus“ zeigte sich, dass die Schülerinnen und Schüler mittlerweile auch ihre Heimatstadt Hagen anders sehen“, sagt der Kunstlehrer Gerhard Dohmann vom Albrecht- Dürer- Gymnasium.

Zwei Gruppen des Christian-Rohlfs-Gymnasiums planen eine Fotocollage mit typischen Bauhaus-Bauten in Haspe sowie eine Nachstellung der Bauhaustreppe von Oskar Schlemmer in ihrer Schule, die anschließend dokumentiert werden soll. Auch diese beiden Arbeiten werden in der Rathaus Galerie Hagen zu sehen sein. Für Christoph Höptner, dem Rathaus Galerie-Manager, war es eine Selbstverständlichkeit hierfür Räume, Bilderrahmen und weiteres Zubehör zur Verfügung zu stellen.

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